Trendsport Slacklining: Tipps für Anfänger

Ein Balanceakt im Trend – Slacklining! Wer sich Outdoor betätigen und seine Körperkontrolle besser beherrschen möchte, ist hierbei genau richtig. Doch wo genau liegt eigentlich der Unterschied zur Hochseilakrobatik und was sollten Anfänger auf dem Seil beachten?

Slacklining im Freien

Slacklining im Freien

Was genau ist Slacklining eigentlich?

Um erst einmal eine klare Abgrenzung zum Hochseil aufzuzeigen, ist eine Übersetzung sinnvoll. Denn Slackline bedeutet zu Deutsch etwa „lockeres Band“ – wie der Name schon verrät, ist dieses im Gegensatz zum Drahtseil also deutlich elastischer. Das Band oder auch der Gurt wird hierbei an zwei Punkten fixiert, zwischen denen getänzelt werden kann. Da das Ganze meist in der freien Natur stattfindet, bietet sich eine sprichwörtlich „riesige Spielwiese“, welche durch die selbst bestimmte Höhe von Jedermann ohne ein großes Verletzungsrisiko nach Herzenslust ausprobiert werden kann.

Welche Ausrüstung wird benötigt?

Gerade Anfänger sollten nicht von einer allzu hohen Position beginnen, da das „Herunterfallen“ vom Band dazugehört. Befindet sich die Person auf dem Seil nur einen halben Meter über dem Boden, kann man sich jedoch jederzeit leicht abfangen – dennoch, wer lieber ein Paar Schützer tragen möchte, sollte sich nicht davon abhalten lassen! Zudem sind Übung und Schuhe mit dünner Sohle von Vorteil, um ein besseres Kontaktgefühl mit dem Seil zu bekommen. Der Mittelpunkt dieses Trendsports ist gleichzeitig wohl auch sein wichtigstes Ausrüstungsstück: Die Slackline! Hierbei wird unterschieden zwischen 2,5 mm und 5mm:

  • Das flache Band

Ob Anfänger nun mit einem breiten Seil, oder mit einem flachen der Stärke 2,5mm beginnen macht zuerst nicht viel aus, denn beide Arten wackeln anfänglich etwa gleich heftig. Welche Länge die passende Slackline haben soll, macht hier eher den Unterschied, denn für lange Seile eignen sich dünne Bänder besser, der Grund: Der Fuß legt sich besser auf die Line.

  • Das breite Band

Ist üblicherweise in der Variante 5mm erhältlich und hingegen der logischen Denkweise nicht das einfachere Band! Denn obwohl es breiter ist, ist die Gefahr zu verrutschen wesentlich größer und das Verdrehen des Bandes kann hier den Balanceakt ebenfalls erschweren. Während sich schmale Bänder letztlich besser fürs Laufen eigenen, werden breitere Varianten gerne für diverse Tricks benutzt.

Welche Tricks sollten Anfänger beachten?

Wie bei allem Sportarten und Konzentrationsübungen kann der Anfang manchmal schwer fallen. Meist fehlt zu Beginn die richtige Technik und das Wissen nützlicher Tricks – darum hier einige Hilfestellungen:

  • Das Aufsteigen

Hierbei ist es ratsam, sich mit Schwung (mit dem noch am Boden befindlichen Fuß) abzustoßen, sodass man sich sofort auf der passenden Höhe befindet.

  • Den Blick fokussieren

Da es sich um einen Balanceakt handelt, sollte der Blick auf einen festen Punkt fixiert bleiben, um das Gleichgewicht zu bewahren – nicht runter auf die Füße schauen!

  • Beginner starten Barfuß

So kann der Tastsinn voll ausgekostet werden und man bekommt am schnellsten ein direktes Gefühl für das Seil. Tipp: Den Fuß immer gerade aufs Band setzen, da so eine größere Standfläche entsteht.

  • Den Oberkörper aufrecht halten

Zudem sollte man leicht in die Knie gehen (durchgestreckt ist die Funktionalität als Gelenk nicht mehr gegeben), denn je mehr Gelenke am Balanceakt beteiligt sind, desto besser funktioniert er.

Bildquelle: © Mariamichelle – pixabay.com