Kreatinin und der Kreatininwert

Kreatinin ist besonders im Kraftsport ein bekannter Begriff. Dahinter verbirgt sich das Abbauprodukt des Energielieferanten Kreatin. Dies wird benötigt um die Muskeln während einer belastenden Trainingseinheit mit Energie zu versorgen. Während des Stoffwechselprozesses wird Kreatin wird Kreatinin gebildet. Dies wird mit Hilfe der Nieren verarbeitet und letztendlich über den Urin ausgeschieden.

Verfügt ein Bodybuilder beispielsweise über sehr viel Muskelmasse, dann kann schnell bei einer medizinischen Untersuchung ein erhöhter Kreatininwert durch den Urin fest gestellt werden. Häufig kann es dabei zu einer Verwechslung kommen, da ein erhöhter Wert des Kreatinins auch das Symptom eines Nierenschadens ist.

Problematisch wird es dann, wenn die Niere nicht funktionsfähig ist, das vorhandene Kreatin im Muskel aber dennoch in Kreatinin umgewandelt wird. Die Konsequenz dessen ist ein erhöhter Blutwert hinsichtlich dieses Kreatininwertes.

Aber wie kann es dazu kommen, dass ausgerechnet ein Bodybuilder einen erhöhten Kreatininwert hat? Die Antwort darauf ist die suppletorische Einnahme Kreatin. Wenn man bei diesem Supplement den Konsum der Flüssigkeit vergisst, dann riskiert man die Schädigung der Nieren. Denn das in Kreatin enthaltene Eiweiss fördert die Arbeit der Nieren.

Wird bei einer medizinischen Untersuchung ein erhöhter Wert des Abbauproduktes Kreatinin festgestellt, der ausschließlich auf den Konsum des Supplements Kreatin zurückzuführen ist, dann wird sich der Wert verringern, sobald der Sportler das Kreatin absetzt.