Klettern und Gesundheit

Klettern findet zunehmend Anhänger nicht nur unter Menschen, die das Risiko lieben. Dieses soll eher mit ausreichend Sicherung minimiert werden. Aber der Trendsport ist außerordentlich gesund, er wirkt auf Skelett und Bewegungsapparat und stärkt immens die Psyche. Selbst therapeutisches Klettern wird inzwischen angeboten.

Effekte beim Klettern

Eigentlich leuchtet es ein, dass ein Mensch, auf seine vorderen Gliedmaßen fokussiert in der Wand kauernd, eine natürliche Körperhaltung einnimmt. Die Spannung richtet sich dorthin, wo Primaten herkommen: Greifen, Begreifen und Halten des eigenen Körpers. Die Muskeln müssen stark sein, der Rücken rundet sich. Zudem trainiert die Suche nach dem nächsten passenden Griff enorm die Konzentration. Am Naturfels wirkt das Erlebnis spektakulär, aber dazu muss man/frau nicht mehr in die Wildnis. Kletterhallen bieten die entsprechenden Wände an, Sicherungen und Coaching inklusive. Inzwischen begeistert der interessante Sport immerhin 200.000 Deutsche. Natürlich wird nach wie vor auch outdoor geklettert, Orte gibt es in Deutschland wahrlich genug. In der freien Natur ist freilich Erfahrung vonnöten, Einsteigern wird ein erfahrener Partner empfohlen.

Klettern als Physiotherapie

Die Physiotherapeuten selbst begannen vor einiger Zeit, ihre von Rückenschmerzen gepeinigten Patienten die Kletterwände hinaufzuschicken. Der Effekt muss signifikant ausgefallen sein, denn Klettern mausert sich tatsächlich zur Therapie. Die Wechsel zwischen Anspannung und Relaxen in der Wand kommen einem natürlichen menschlichen Bedürfnis entgegen, zudem sind sie als dynamisches Krafttraining optimal geeignet. Zwischendurch muss der Kletterer statisch verharren, Sportwissenschaftler bezeichnen dies als statisches Krafttraining. Ausdauer und Beweglichkeit werden zudem gefördert.

Aufbau der Psyche durch Klettern

Last but not least werden kognitive und emotionale Fähigkeiten trainiert und stabilisiert. Denn Klettern ist sehr elementar, der Mensch hat ein natürliches Sicherungsbedürfnis, wenn er oben in der Wand hockt. Da ist höchste Aufmerksamkeit gefragt, kreativ und konzentriert müssen Kletterer sein, wenn sie hoch hinaus wollen, statt abzustürzen. Das erinnert zwangsläufig an die alltäglichen Lebenssituationen, in denen wir uns beweisen müssen, wozu auch eine realistische Selbsteinschätzung gehört. Wenn Klettern jedoch gelingt, ist das Erfolgserlebnis sehr groß. So gestärkt wird auch im Berufs- und Alltagsleben so manche Hürde „erklettert“ und schließlich überwunden.

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