Kampfsport – Die Geschichte über Jiu Jitsu und MMA in Deutschland

Was ist Jiu Jitsu?

Jiu Jitsu ist die Bezeichnung eines aus Japan stammenden Kampfkunstsystems, das die effektive waffenlose Selbstverteidigung gegen verschiedene Angriffsarten zum Ziel hat. Dazu werden sowohl Wurftechniken, Grifftechniken und Schlagtechniken eingesetzt.

Herkunft und Entwicklung des Jiu Jitsus

Der genaue Ursprung des Jiu Jitsu ist nicht eindeutig geklärt. Vermutlich reichen die frühesten Wurzeln nach Indien, wo im Altertum umfangreiches Wissen über Schmerzpunkte des Körpers gesammelt wurde. In China fand eine Weiterentwicklung und Integration der Techniken in Kampfsysteme statt. Erst im sechzehnten Jahrhundert brachte der in Nagasaki lebende Arzt Akiyama Shirobei Yoshitoki das Prinzip von einer Studienreise in China nach Japan. Dort entwickelte sich aus den zunächst eher körperbetonten Techniken eine „Kunst des Nachgebens“, was noch heute zu dem wichtigsten Prinzipien des Jiu Jitsu zählt.

Jiu Jitsu in Deutschland

1906 gründete Erich Rahn in Berlin die erste Jiu Jitsu Schule Deutschlands. Er hatte sich die Kampfkunst in Japan als Schüler des Meisters Katsukuma Higashi angeeignet. Bei den Techniken konzentrierte sich Rahn in erster Linie auf eine effektive Selbstverteidigung. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Ausübung von Jiu Jitsu in Deutschland durch die Alliierten untersagt. Erst seit den fünfziger Jahren darf Jiu Jitsu wieder gelehrt werden. Seitdem hat sich in Deutschland eine Vielzahl von Schulen, organisiert in verschiedenen Verbänden, etabliert.

MMA

MMA

Was ist MMA?

MMA steht für Mixed Martial Arts, also für gemischte Kampfkunst. Anders als beim Jiu Jitsu steht hier nicht die Selbstverteidigung, sondern der sportliche Wettstreit im Vordergrund. Als Vollkontaktsportart mit möglichst wenigen Beschränkungen sind nahezu alle Angriffstechniken aus verschiedenen Sportarten wie dem Boxen, dem Thai-Boxen, dem Karate, dem Judo und anderen Systemen erlaubt. Im Wettkampf wird versucht den Gegner zur Aufgabe zu zwingen, oder einen KO zu erzielen.

Herkunft und Entwicklung von MMA

Die Ursprünge von MMA gehen vermutlich zurück auf die Disziplin Pankration, eine Zusammenfassung der antiken griechischen Disziplinen Ringen und Boxen. Später wurden weitere, meist fernöstliche Kampfkunsttechniken hinzugefügt, aus denen sich der Kämpfer frei bedienen kann.

MMA in Deutschland

Um 1980 kam MMA als Sportart unter dem Namen „Free Fight“ nach Europa und etwa 1990 nach Deutschland. In professionellen Vereinen wie MMA Berlin in der Sportschule Rahn, bieten gezielt Kurse und Training in diesen Bereichen an. Der erste Verband dieser neuen Sportart, die „Free Fight Association“, veranstaltete 1994 die ersten Wettkämpfe in Deutschland. Ab etwa diesem Zeitpunkt ging man zu der Bezeichnung MMA über. Im Jahr 2000 wurde eine internationale Regelangleichung an die „Unified rules of MMA“ vorgenommen, welche 2009 durch eine Internationale Kommission weiterentwickelt wurde und seitdem als allgemeine Richtlinie für MMA Wettkämpfe gilt. Neu sind auch Filme über MMA wie zum Beispiel dieser.