Christian Henn gesteht Epo-Doping

Vor wenigen Tagen erst berichtete Bert Dietz (38) in der ARD Sendung „Beckmann“ vom systematischen Doping beim Team Telekom. „Ich habe seit 1995 EPO auf Anraten der Ärzte genommen“, erklärte Dietz. „Die Ärzte haben, wenn sie selbst vor Ort waren, selbst gespritzt. Wenn sie nicht vor Ort waren, haben es die Pfleger gemacht“, sagte er weiter. Damit beschuldigte er weiterhin die seit Wochen unter Verdacht stehenden Ärzte Dr. Lothar Heinrich und Prof. Dr. Andreas Schmid von der Uni-Klinik Freiburg.

Nun gestand auch Christian Henn (42) Epo-Doping in der Zeit von 1995-1999. Das Doping soll auch von den Freiburger Mannschaftsärzten durchgeführt worden sein. Diese sind von der Universität Freiburg bis zur Klärung der Vorwürfe freigestellt. Es gelte weiter eine Unschuldsvermutung, erklärte die Uni Freiburg.

Die Zeit von 1995-1999 bezeichnete Henn als „die schlimmste Zeit meines Lebens“. „Die Zeit war so, sonst hätte man nicht vernünftig mitfahren können. Es ging nur hopp oder top“ sagte Henn. Danach sei ihm klar gewesen, dass „wenn ich noch einmal im Radsport eine Tätigkeit aufnehme, dann nur ohne Doping“, so Henn in der „Frankfurter Rundschau“.

Die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit sei nicht mehr vorhanden, aus diesem Grund zog die Universität Freiburg die drei bislang noch für Team Telekom tätigen Ärzte zurück. Zum Jahresende werde die Zusammenarbeit bei der Betreuung der Radprofis mit dem Reitstall und der Universität beendet, kündigte Christian Frommert, Kommunikationschef des Bonner Telekom-Konzerns, gegenüber der „Frankfurter Rundschau“ an.