Die Warrior-Diät

Die Warrior-Diät wurde von Ory Hofmekler entwickelt. Sie sieht auf den ersten Blick sehr abstrakt und „extrem“ aus. Besonders im Vergleich zu anderen Diätformen, bei denen man den Stoffwechsel durch viele kleine Mahlzeiten auf Touren halten soll. Bei der Warrior-Diät nimmt man lediglich eine große wirkliche Mahlzeit zu sich und diese auch noch am Abend, wo bei anderen Diäten die Nahrungsaufnahme drastisch zurückgehen soll.
Den ganzen Tag also nichts essen und abends richtig zuschlagen? Klingt absurd! Beim genaueren Betrachten und in Frage stellen einiger sich sonst doch ähnelnden „Diätregeln“ kann das ganze aber doch sinnvoll sein:

Fakt ist, dass man mit einem leeren Magen mental leistungsfähiger ist. Dies hängt damit zusammen, dass der Körper keine Energie für die Verdauung aufwenden muss. Schon in der Schule im Biologieunterricht haben wir doch gelernt, dass man kurz vor dem Mittag ohne Nahrung am leistungsfähigsten ist. Durch diese „Undereating“-Phase wird das SNS (Sympathikus) angeregt. Dadurch ist man fitter, fühlt sich energiegeladen. Das allegemeine Körpergefühl wird leichter. Wer schon einmal Heilfasten betrieben hat, weiß wovon ich rede. Wink

Die „Overeating“-Phase dient der natürlich benötigten Nährstoffzufuhr. Dadurch wird das PNS (Parasympathikus) angeregt, welches Regeneration und Ruhe fördert.

Im Prinzip doch genau das, was wir wollen: tagsüber leistungsfähig sein und abends relaxen, zur Ruhe kommen und regenrerieren.

Undereating

In der „Undereating“ Phase nimmt man lediglich etwas Rohkost, ein paar Nüsse o.ä. zu sich. Hat man etwas mehr Muskelmasse mit sich rumzutragen und möchte diese auch behalten, sollte man wenigstens 1-2 KH- und fettarme Proteinshakes einbauen. Das ist aber auch alles. 300-500 kcal kann man je nach Muskelmasse in der „Undereating“-Phase durch Protein, Rohkost und Obst. Letzteres hat einiges mehr an Kalorien als Gemüse und sollte daher nicht übertrieben werden. Allerdings kommt es auch auf jeden selbst an, wie sehr er darauf achten muss. Wer es 100%ig korrekt machen will, isst wenig Obst.
Wichtig ist die Flüssigkeitszufuhr: 3 l sind Minimum würde ich sagen!
Die ersten Tage könnte man in dieser Phase aufgrund der Umstellung etwas schlapp sein. Aber wer schonmal Keto gemacht hat, kennt das ja schon. Wink

Training

Nach dem Training, egal wann dieses stattfindet, behält man sein Postworkoutmeal, sprich Proteinshake, Creatin, Kohlenhydrate, Ecdy, oder was auch immer man supplementiert.

Overeating

Ich würde frühstens 1Std. nach dem Postworkoutmeal. Trainiert man morgens oder am Tage, die Mahlzeit auf jeden Fall in die Abendstunden legen. In der originalen Warrior-Diät hat man eine feste Reihenfolge, wann man was essen soll:

1. Salat
2. Gemüse
3. Protein
4. komplexe Kohlenhydrate
5. Sünde, falls noch Hunger

Erfahrungen, die in Deutschland bzw. online sehr rar sind, haben aber wohl gezeigt, dass diese Reihenfolge nicht soooo wichtig ist. Diese Meinung teile ich soweit, ich würde nur darauf achten, dass Salat + Gemüse an erster Stelle stehen. Protein und komplexe Kohlenhydrate kann man dann ggf. mischen. Gute Fette sollten in Form von Öl z.B. den Salat bereichern. Wenn man fettarm isst, sollte man vielleicht EPA/DHA/GLA dazu supplementieren.
Wichtig ist, dass man die „guten Nährstoffe“ vor den „schlechten“ zu sich nimmt. Das gute an dieser Ernährungsweise ist auch, dass die Sätttigung eintreten sollte, bevor man zu viele Kalorien zu sich nimmt.

Mein Fazit: Falls praktisch erfolgsbringend, könnte das MEINE Ernährungsweise werden. Denn mehr Energie & geringen KF-Gehalt bekommen und einfach halten ist doch klasse!

Mein Beispieltag könnte so aussehen:

Undereatingphase

8-17 Uhr: Apfel, Gurke, 2 Proteinshakes, Kiwi, Tomate, Paprika, VIEL Wasser + Tee

17 Uhr: Training

18-19 Uhr: Supplementierung + Proteinshake

Overeatingphase

20:30 Uhr: gemischter Salat mit Leinöl, gemischter Gemüseteller, Reis + Putenschnitzel, Quark mit Früchten

Ohne detailiert zu rechnen, würde ich so die 2000 kcal Grenze nicht überschreiten. Zum Muskelaufbau und auch als Hardcorebodybuilder wird man hier bestimmt Schwierigkeiten bekommen, aber diese werden sich wohl kaum für eine Ernährung dieser Art entscheiden.

Generell ist zu sagen: schwer trainieren (kurz und hart) + ausreichend Protein (auch Undereating) und man sollte je nach Genen keine bis kaum Probleme in Bezug auf großen Masseverlust bekommen. Hängt aber wie gesagt individuell von jedem selbst ab und muss ausgtestet werden.

Autor Sascha Partow